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Mittwoch, 18.10.2017

Sprechende URLs ganz einfach

TYPO3 Extension cooluri - Sprechende URLs ganz einfach.

Nicht neu, aber dennoch immer wieder nützlich ist die TYPO3 Erweiterung cooluri, mit der die Konfiguration endlich einfach geworden ist. Dennoch bietet cooluri flexible Möglichkeiten zur Konfiguration und kann damit auch mit exotischen Extensions umgehen.

 

 

Sprechende URLs? Was soll das?

Ohne weitere Konfiguration liefert TYPO3 die einzelnen Seiten in der Form index.php?id=32 aus. Komfortabel ist das nicht und auch Suchmaschinen finden diese Ansprache nicht sonderlich attraktiv. Etwas besser ist die Simulation statischer Seiten, die aus den URLs etwas wie 32.html macht.

Sprechende URLs haben nun den Vorteil, dass die Seitenhierarchie in die URL abgebildet wird und die URLs damit einen Sinn ergeben. Oft kann man - bei einer gut durchdachten Seitenhierarchie - die URL einer anderen Seite - oder anderen Sprache - erraten. Sprechende URLs bieten damit neben vielen Vorzügen auch und vor allem Komfort für die Besucher.

Voraussetzugen schaffen: mod_rewrite

Damit der Webserver (ich gehe mal davon aus, dass der Apache zum Einsatz kommt) die nicht existenten URLs auf die jeweils richtigen Seiten weiterleiten kann, wird das Modul mod_rewrite benötigt. Dieses muss ggf. installiert und aktiviert werden. Letzteres sollte mit a2enmod rewrite und einem anschließenden /etc/init.d/apache2 reload erledigt sein. 

Die Rewrite-Rules kommen entweder in die Konfigurationsdatei des Apachen oder in eine .htaccess-Datei im DocumentRoot. Der Inhalt:

RewriteEngine On
RewriteRule ^/(typo3|typo3temp|typo3conf|t3lib|tslib|fileadmin|uploads|showpic\.php)$ - [L]
RewriteRule ^/(typo3|typo3temp|typo3conf|t3lib|tslib|fileadmin|uploads|showpic\.php)/.*$ - [L]
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-l
RewriteRule .* index.php

Installation

cooluri wird - wie üblich - über den Extension Manager installiert. Nach der Installation müssen einige Einstellungen getätigt werden - wo das CoolUri-Konfigurationsfile liegt (Default: im typo3conf-Verzeichnis), welcher Parameter für die Sprachauswahl zuständig ist und ob es sich um eine Multidomaininstallation handelt.

Nun muss noch die XML-Konfigurationsdatei erstellt werden. Im Normalfall genügt es, die CoolUriConf.xml_default (liegt in typo3conf/ext/cooluri/cooluri) zu kopieren und unter dem Namen CoolUriConf.xml im vorher definierten Verzeichnis zu hinterlegen. Die Defaulteinstellungen sind schon ziemlich gut und decken die meisten Anwendungsfälle ab.

In das Template gehören folgende Zeilen:

config.baseURL = www.domain.tld
config.simulateStaticDocuments = 0
config.tx_cooluri_enable = 1
config.redirectOldLinksToNew = 1 

Finetuning

Auch der richtige Umgang mit Fehlern - also wenn auf eine nicht existierende Seite zugegriffen wird, kann über die XML-Datei bequem geregelt werden:

<pagenotfound>
      <status>HTTP/1.0 404 Not Found</status>
      <behavior type="xxxxx">Pfad zur Datei externe URL oder Nachricht</behavior>
</pagenotfound>

Hier kann im behavior-Teil der Typ ausgewählt werden: Zeige eine vorhandene Datei (type="page"), leite weiter (type="redirect") oder gib eine Nachricht aus (type="message").

Alte URLs nicht vergessen

Für ein neues Projekt ist man an dieser Stelle schon fertig. Hat man aber eine mehr oder weniger erfolgreiche Website, deren URLs schon von Suchmaschinen indiziert wurden, sollte man noch etwas Arbeit investieren. Insbesondere wenn vorher statische Seiten simuliert wurden, sollten die alten URLs auf die neuen redirected werden - und zwar mit dem Statuscode 301 (moved permanently). Auf diese Weise bekommen die Suchmaschinen die neuen URLs mit und sehen darin keinen doppelten Inhalt. 

Auch dies geht über die .htaccess-Datei (oder das Apache-Konfigfile)

Redirect permanent /alteurl.html /pfad/zur/neuen/URL/

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